Tragbild Bremsbeläge

Begonnen von Flitzer, 29 Januar 2025, 15:14:39

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Flitzer

Servus in die Runde,

so langsam geht es wieder ans flott machen der Mopeds.  ;D

Ich habe bei meiner R26 schon immer schlechte Bremsleistung vorne gehabt.
Zwischendurch habe ich die Bremsbeläge auch mal gewechselt, aber es war immer gleich schlecht.

Das Tragbild sagt ja eigentlich mehr wie 1000 Worte. Aber wie bekomme ich ein gleichmäßiges Tragbild hin, damit es flächendeckend aufliegt?
Fahrleistung mit diesen Beläge ca. 3000km.

Bringen da andere Beläge eine Besserung oder liegt es eher an der Radnabe?

Besten Dank
Grüße,
Flitzer2025-01-29 15_06_18-Fotos.png


Flitzer


Schorsch

Hmmm,

ich würde die Stellen, wo es schon trägt, vorsichtig mit feinem Schleifpapier schleifen, VORSICHTIG.

Dann wieder einbauen, Zug korrekt einstellen, fahren, dann wieder
gucken.
Das Leben ist wie eine Brille.
Man macht viel durch.

(Heinz Erhardt)

CowBoy

Das ist weitestgehend normal.
Neue Beläge oder Naben lösen das nicht.
Entweder die Ankerplatte mit den etwas vorgespannten Belägen auf der Drehbank etwas passend drehen.
Oder die tragenden Stellen mit Schleifpapier etwas runter schleifen, fahren, kontrollieren und wieder schleifen.
Die untere Backe im Bild trägt ja schon ziemlich viel, da wird die Bremsleistung mit mehr Fläche nicht wesentlich besser.

Wenn genug Luft zwischen Belägen und Trommel ist, geht auch Schleifpapier mit doppelseitigem Klebeband in die Trommel kleben.
Steckachse in den Schraubstock und Ankerplatte drauf. Rad drauf und den Bremshebel mit Straps vorspannen.
Dann das Rad drehen und so die Bläge zur Trommel passend schleifen.

Borgward

wenn du sie neu belegen willst, verbessern die weicheren Jurid 111 Beläge die Bremsleistung.
Beim neu Belegen ist es wichtig, dass der exakte Durchmesser der Bremstrommel bekannt ist (oder noch besser: das Rad / die Bremstrommel liegt beim Belegen vor). Der neue Belag wird dann genau auf die Bremstrommel zurechtgeschliffen und liegt somit beim Bremsen mit seiner vollen Fläche an.

Hubi

Flitzer

Danke für die flotten Antworten.

Ich versuche jetzt erstmal das anschleifen wie von Schorsch und Cowboy beschrieben.

Wenn keine Besserung eintritt, dann kann ich immer noch neue aufkleben (lassen).

Besten Dank für die Hilfe.

Grüße

4Taktix

Das Schmirgel braucht wirklich nicht fein zu sein - 80er passt.
Und auch, wenn es teilw. nur "Flecken" sind, wo es trägt ( die glatten, dunklen Stellen ),
würde ich dennoch das Schmirgel um einen klassischen Schleifklotz aus Kork legen.
So trägst Du relativ flächig und "gleichmäßig" ab.
Hilfreich ist auch, die bearbeiteten Beläge vor dem Wiedereinbau flächig mit Schulkreide zu versehen.
So kannst Du nach kurzer Probefahrt sehr deutlich sehen, wo es trägt, und wo noch nicht.
Wichtig ist auch die Hebelgeometrie: Der Bremshebel an der Ankerplatte muss einen rechten Winkel zum Zug bilden,
wenn die Bremse gezogen ist ! Das macht einiges aus.
Leichtgängiger Bremszug versteht sich von selbst.
Bremstrommel reinigen und entfetten ebenso.
Schwieriger zu ermitteln, dafür umso entscheidender ist, dass die ablaufende Backe nicht "zuerst",
also noch vor der auflaufenden Backe anliegt !
Die auflaufende Backe muss zuerst, spätestens aber gleichzeitig mit der ablaufenden Backe anliegen.
Diese (auflaufende) "verstärkt" sich durch die Geometrie selbst und verbessert die Bremswirkung bei gleicher Handkraft.
Das funktioniert jedoch nicht, wenn die Handkraft zuerst in die ablaufende Backe "verpulvert" werden muss
und so die auflaufende Backe daran hindert, mit voller Kraft angedrückt zu werden.
Ist gut im Hertweck "Besser machen" beschrieben.

Die Methode mit doppelseitigem Klebeband und Schmirgel habe ich ausprobiert, weil plausibel.
Es war eine blöde Sauerei aus klebrigen Knödeln, die in keinster Weise erfolgreich war.
Dafür ging das Rad kaum noch runter, weil sich alles verkeilt hatte und die Reinigung mit Waschbenzin war mühsam. Reine Zeitverschwendung ! Und schon war wieder ein Nachmittag futsch .....
Think outside the box !

CowBoy

Zitat von: 4Taktix am 29 Januar 2025, 16:49:48Die Methode mit doppelseitigem Klebeband und Schmirgel habe ich ausprobiert, weil plausibel.
Es war eine blöde Sauerei aus klebrigen Knödeln, die in keinster Weise erfolgreich war.
Dafür ging das Rad kaum noch runter, weil sich alles verkeilt hatte und die Reinigung mit Waschbenzin war mühsam
Dann hast Du das falsche Material genommen.
Bei mir hat es einwandfrei geklappt.
Wichtig ist auch nur ein Teil der Trommel mit Scheifleinen zu bekleben.

Alter Schrauber

Zitat von: 4Taktix am 29 Januar 2025, 16:49:48Die Methode mit doppelseitigem Klebeband und Schmirgel habe ich ausprobiert, weil plausibel.
Es war eine blöde Sauerei aus klebrigen Knödeln, die in keinster Weise erfolgreich war.
Dafür ging das Rad kaum noch runter, weil sich alles verkeilt hatte und die Reinigung mit Waschbenzin war mühsam. Reine Zeitverschwendung ! Und schon war wieder ein Nachmittag futsch .....

Dann ist etwas aber total falsch gelaufen!
Die "Knödel" können ja  nur vom doppelseitigen Klebeband kommen. Entweder hat es nicht gehalten, oder es war an einigen Stellen freiliegend und der Bremsbelag hat es zu fassen bekommen.
Ich mache es seit ewigen Zeiten bei Trommelbremsen mit genau dieser Methode und es hat immer geklappt.

Gruß Jörg

Alter Schrauber

Zitat von: CowBoy am 29 Januar 2025, 16:53:11Wichtig ist auch nur ein Teil der Trommel mit Scheifleinen zu bekleben.


Richtig! Der Abrieb muss ja auch irgendwo hin.

M. Bumerang

#9
Den Belag Jurid 111 gibt es nicht mehr. Aber ähnliche. Die Firma Brandt in der Eifel hatte diesen früher mal gebacken. Was aber noch sehr gut ist sind die Beläge vom Rabenbauer Beral Grün.Die werden wie früher mit Nieten genietet. Bei den 6+7 Boxer Modellen werden sie geklebt....An der 90/6 habe ich sie hinten drauf.Die dürften mich jetzt aushalten.
Das mit dem Teppichkleber und Schmirgel kann man machen muss man nicht machen.
Ich habe diesen Belag https://www.amazon.de/dp/B004UOKJN0?ref=ppx_yo2ov_dt_b_fed_asin_title&th=1 gekauft. Die Rückseite klebt wie der Teufel.Trotzdem kann man nach getaner Tat den Belag wieder abziehen.
Also: Belag zu schneiden, in der Bremstrommel aufkleben, Rad drehen bis der Belag überall trägt.Dauert vielleicht 5 min.Der Skatbordbelag ist zwischen 0,3 bis 0,4mm dick.
Trotzdem müssen die Beläge etwas eingefahren werden. Max. 500km. Grund liegt im Außendurchmesser der Bremsbeläge und Durchmesser der Bremstrommel.
Ich habe den Belag zu 3/4 in der Trommel aufgeklebt.
Manfred
Zuerst war ich Riesterexperte. Dann habe ich umgeschult. Jetzt bin ich CO2 Experte
R25/2 mit 275ccm und /3 Gabel

M. Bumerang

Das mit dem auflaufenden und ablaufenden Belag wurde schon erwähnt. Der ablaufende Belag ist der welcher den Verschleiß bestimmt. Wenn man die Belaggröße verkleinert vergrößere ich den Bremsdruck auf den auflaufenden Belag.
Habischmalbeieinerrennmax gesehen.
Manfred
Zuerst war ich Riesterexperte. Dann habe ich umgeschult. Jetzt bin ich CO2 Experte
R25/2 mit 275ccm und /3 Gabel

Taz

Schon das Bremsenfeintuning nach Rütz gemacht? Falls nicht, hier entlang...
Life's a bugger, and then you die

auf Tour:
Northumbria (2025)
Northumbria (2024)
Zipfelreise (2019)
Cymru "Radnor Revivals" (2016)
Alba "Isle of Skye" (2013)
Austria Großglocknerhochalpenstrasse (2012)
Alba "Spittal of Glenshee" (2011)

strichzwojan

Ich habe beim Umstieg von den alten Asbestbelägen hin zu moderneren Backen eher unbefriedigende Erfahrungen gemacht. Die Beral Beläge quietschten bei mir wahnsinnig, die Juri 111 von RBK in Kiel bremsten nicht gut (beide geklebt, was ich immer wieder machen würden, weil man die Beläge, wenn sie denn mal funktionieren, weiter runterfahren kann) .
Sicher 20 mal habe ich die Backen ausgebaut und mit dem Korkklotz und Schleifpapier überarbeitet - keine wesentliche Verbesserung.
Ich fahre allerdings auch Halbnabe, insofern ist das mit einer R26 nicht direkt vergleichbar. Rubbeln tut übrigens nix.

Letztlich hat eine "das bleibt jetzt eben so-Haltung" Besserung gebracht. Zumindest bei mir scheint der Bremsabrieb in der Trommel eher positiv zu wirken.
Irgendwie graut mir schon vor dem nächsten Bremsbelagwechsel.

Flitzer

@4Taktix:

Zitat von: 4Taktix am 29 Januar 2025, 16:49:48Wichtig ist auch die Hebelgeometrie: Der Bremshebel an der Ankerplatte muss einen rechten Winkel zum Zug bilden,
wenn die Bremse gezogen ist ! Das macht einiges aus.
Leichtgängiger Bremszug versteht sich von selbst.
Bremstrommel reinigen und entfetten ebenso.

-> das passt alles.

Zitat von: 4Taktix am 29 Januar 2025, 16:49:48Schwieriger zu ermitteln, dafür umso entscheidender ist, dass die ablaufende Backe nicht "zuerst",
also noch vor der auflaufenden Backe anliegt !
Die auflaufende Backe muss zuerst, spätestens aber gleichzeitig mit der ablaufenden Backe anliegen.
Diese (auflaufende) "verstärkt" sich durch die Geometrie selbst und verbessert die Bremswirkung bei gleicher Handkraft.

-> Ok, also das hab ich noch nicht so ganz kapiert.  ::)

Welche Backe ist auflaufend und welche ist ablaufend ???

Aber klingt auf alle Fälle einleuchtend.

@strichzwojan
Zitat von: strichzwojan am 29 Januar 2025, 22:50:21Ich fahre allerdings auch Halbnabe, insofern ist das mit einer R26 nicht direkt vergleichbar. Rubbeln tut übrigens nix.

Letztlich hat eine "das bleibt jetzt eben so-Haltung" Besserung gebracht. Zumindest bei mir scheint der Bremsabrieb in der Trommel eher positiv zu wirken.
Irgendwie graut mir schon vor dem nächsten Bremsbelagwechsel.

-> Meine R35 mit Halbnabe bremst deutlich besser wie meine R26. Leider quietscht die auch ein bisschen.


Aber dann befasse ich mich mal mit dem an- und ablaufender Backe und dem Feintuning von Rütz.
Muss ja irgendwann mal besser werden.  :thumbsup:

Besten Dank

strichzwojan

Der Königsweg ist sicher, die Bremse komplett zu überarbeiten. Bremsschlüsselwelle evtentuell neu ausbuchsen, Bremsnocken polieren, Trommel überdrehen, Übermaßbeläge kleben lassen und auf den Trommeldurchmesser abdrehen... Ein Wahnsinnsaufwand. Und dann ist man immer noch nicht auf heutigem Niveau. Hier bei mir in der Gegend (Alpen) sind die Bremsen allerdings auch sehr gefordert. Viele Unzulänglichkeiten, die ich früher als "Flachlandbewohner" nie gespürt habe, traten hier gnadenlos zutage.

Die Fotos zeigen übrigens den "Jurid 111". Oder das Nachfolgeprodukt... Auf der Rechnung stand nichts explizit drauf, obwohl ich beim Auftrag genau schrieb, dass ich den haben will.
Das sieht doch perfekt eingebremst aus, oder? Er bremst trotzdem nicht gut bei mir im Vorderrad.

Jan

M. Bumerang

Das Bremsentuning vom Rütz ist doch bei BMW Serie. Jedenfalls haben bei mir alle Bremsschlüssel diese gezeigte Form.
Was man noch machen kann ist den Bremshebel an der Bremsankerplatte von der /3 an die /2 bauen.Der von der /3 ist länger. Nachdem ich ca. 5 verschiedene Beläge ausprobiert habe und kein Ergebnisse erzielte, wurde die /3 Gabel kplt. eingebaut. Jetzt klappt das mit der Bremsverzögerung. Liege ganz nahe bei den 9,8 m/sec ². ;D
Eine Serie vom Porsche 356 hatte auch den Bremsring aus Stahl. Aber die haben damals gleich die passenden Bremsbeläge geliefert.Später wurde die Trommel aus Alu hergestellt.
Manfred
Zuerst war ich Riesterexperte. Dann habe ich umgeschult. Jetzt bin ich CO2 Experte
R25/2 mit 275ccm und /3 Gabel

4Taktix

Think outside the box !

big-tschenso

Hallo Jan,

warum hast du auf beiden Bremsbacken diese Abstandsbleche drauf? ich habe das so verstanden, das die nur auf den Auflaufenden Backen kommt, damit dieser zuerst greift? Wo bekommt man die Bleche her? Würde das gerne mal ausprobieren.
Gruß Tschenso
Es ist nicht alles was schwarz ist und zwei Räder hat,eine R25.Aber es könnte doch sein.

strichzwojan

#18
Zitat von: big-tschenso am 30 Januar 2025, 10:22:32Hallo Jan,

warum hast du auf beiden Bremsbacken diese Abstandsbleche drauf? ich habe das so verstanden, das die nur auf den Auflaufenden Backen kommt, damit dieser zuerst greift? Wo bekommt man die Bleche her? Würde das gerne mal ausprobieren.
Gruß Tschenso

Das war für mich DIE Entdeckung überhaupt. Das sind Beilagbleche von MZ, die in Stärken von 1,0,  1,5,  2mm zu bekommen sind. Damit wird der Gesamtverschleiß des Belags adaptiert, damit der Bremsnocken sich nicht so weit verdrehen muss, dass er schließlich irgendwann verkeilt.
Besonders für die Vorderradbremse an der R25, die ja nur einen Vierkant und keine Feinverzahnung am äußeren Bremshebel hat, ist das ideal, weil sich so  auch der Betätigungsmoment (Stichwort "rechter Winkel") immer im sweetspot halten lässt.
Ein schöner Nebeneffekt: verdrückte Anlageflächen an den Backen sind so auch kein Thema mehr, und es ist viel besser, wenn der stählerne Bremsnocken auf ein verzinktes Blech drückt, als auf Alu.

Man muss nur von den MZ-Teilen an zwei Seiten die umgewinkelten Kanten absägen. Auf den Fotos sind das die blau markierten. Dann die Sägekanten glatt feilen und die anderen Winkel mit einem Hammer etwas um die Backenenden formen, was ohne große Gewalteinwirkung sehr gut geht.
Ich habe mich bei der Vorderradbremse von 1,5 auf jetzt 2mm vorgearbeitet. Wenn die Beläge geklebt sind, dann lassen sie sich so sehr schön in Bereiche abfahren, wo sonst bereits die Nieten kreischend protestieren würden...

Die Dinger sind spottbillig (etwa 1fuffzich pro Stück). Gibts in den üblichen Ost-Moped-Shops im Netz.

Flitzer


big-tschenso

so, habe mir die Dinger bestellt!
Wie war das jetzt aber, das Blättchen nur an dem auflauffenden Backen zu verbauen, damit dieser zuerst greift?
Es ist nicht alles was schwarz ist und zwei Räder hat,eine R25.Aber es könnte doch sein.

M. Bumerang

lies noch mal in aller Ruhe durch

ZitatDas war für mich DIE Entdeckung überhaupt. Das sind Beilagbleche von MZ, die in Stärken von 1,0,  1,5,  2mm zu bekommen sind. Damit wird der Gesamtverschleiß des Belags adaptiert, damit der Bremsnocken sich nicht so weit verdrehen muss, dass er schließlich irgendwann verkeilt.

Manfred
Zuerst war ich Riesterexperte. Dann habe ich umgeschult. Jetzt bin ich CO2 Experte
R25/2 mit 275ccm und /3 Gabel

big-tschenso

Manfred, was sagt mir das? Wäre das aber nicht ne Möglichkeit, das der Backen zuerst aufläufft?
Es ist nicht alles was schwarz ist und zwei Räder hat,eine R25.Aber es könnte doch sein.

4Taktix

Im Prinzip ja. Kommt auf einen Versuch an. Wenn die kleinste "Dicke" 1,0 mm ist,
könnte es sein, dass die ablaufende Backe so gut wie garnicht mehr trägt, wenn man das nur an der
auflaufenden Backe verbaut.
Vorgesehen sind die für die Bremsnockenseite, bei beiden Backen.
Man könnte natürlich 1,5 an der auflaufenden, und 1,0 an der ablaufeden Backe nehmen,
dann beträgt der Unterschied nur noch 0,5mm.
Um wieviel Grad lässt sich denn dein Bremsschlüssel drehen ?
( bei ausgehängtem Zug, von voll entspannt, bis geht nicht mehr. )
So als Maß für den Verschleiß.
Think outside the box !

strichzwojan

Diese MZ-Kappen haben nichts mit Verbesserung von auflaufend und ablaufend zu tun!!! Und natürlich müssen zwei gleichdicke Kappen angebaut werden.
Sie dienen nur dazu, bei fortschreitendem Verschleiß der Bremsbacken den Verdrehweg des Bremsnockens in ursprünglichen Bereichen zu halten.
Außerdem - wie ich schrieb - wird die Anlagefläche zum Nocken hin durch die Bleche etwas widerständiger.

Bitte nur verbauen, wenn man auch genau weiß, was man tut!!! Gerade bei Bremsen bitte keine Experimente machen.
Am Liebsten würde ich schreiben: Einbau nur in Fachwerkstatt durch Fachpersonal... und jetzt habe ich das auch geschrieben.

Gruß, Jan

M. Bumerang

Ich erlaube mir die Ausführung von Jan etwas detallierter zu machen.
Man findet häufig Bremsträger wo der Bremsschlüssel sich eingegraben hat.Man findet dann eine richtige schöne Kehlnut. Das kann man wieder gerade feilen. Wenn das noch ein paar Mal passiert dann hängt die Bremsbacke an der  Bremsschlüssel tiefer. Und das kann man mit diesen Blechen wieder reparieren./ausgleichen
Manfred
Zuerst war ich Riesterexperte. Dann habe ich umgeschult. Jetzt bin ich CO2 Experte
R25/2 mit 275ccm und /3 Gabel

4Taktix

Noch anders: Ein Trommelbrems-schlüssel sollte sich nicht viel weiter als ca. 20° drehen müssen,
von "voll entspannt" bis "Bremsbacken liegen an".
Je größer dieser Winkel durch Verschleiß wird, desto höher ist die Gefahr,
dass sich der Bremsnocken zwischen den Nockenbahnen "verkeilt" und die Bremse nicht wieder löst. --> AUA AUA !
Der Winkel wird durch Verschleiß der Bremsbacken allmählich größer.
Auch verschleißen die Nockenbahnen an den Bremsbacken - der Stahlnocken arbeitet sich eine Furche in das ALU.
Diese "Furche" erhöht die "Verkeil-Gefahr" noch mehr.
Diese Stahlplättchen sind in erster Linie erdacht worden, diese "Furchen" plan zu überdecken.
Z.B. bei "alten" Backen, die aber noch neue oder gute Beläge haben.
Nebenbei können die einen gewissen Verschleiß - also "dünner" gewordene Beläge ausgleichen,
dafür sind sie aber eigentlich nicht gedacht.
Wenn die Beläge genietet sind, und die Beläge so abgeritten, dass die Nieten fast am Bremsring schleifen,
sind die Blechplättchen auf keinen Fall eine Lösung !!!
Think outside the box !

bullet

Zitat von: 4Taktix am 29 Januar 2025, 16:49:48Das Schmirgel braucht wirklich nicht fein zu sein - 80er passt.

Da nehme ich lieber eine Schruppfeile, die ist steifer als ein Schleifklotz.  Es werden die glänzenden (tragenden) Stellen abgetragen, dabei nicht zuviel wegnehem.  Wenn man noch keine glänzenden Stellen auf dem Belag hat, helfen ein paar Striche Kreide.  Zusammenbauen, mit der Hand das Rad drehen und leicht bremsen.  Das geht je nach Modell auch im Schraubstock, Probefahrt ist da nicht nötig.  Wo die Kreidestriche verwischt sind, trägt man etwa ab, bis alle, jeweils neu angebrachten Kreidestriche verwischen.  Solcherart vorbereitete Bremsen mußte ich bislang nicht mehr öffnen, nur mal den Zug nachstellen.

Ansonsten bin ich ganz bei @4Taktix.

Flitzer

@bullet:

So werde ich es mal probieren.
Dann noch das Thema mit anlaufender und ablaufender Backe und dann wirds schon werden.  :thumbsup:

Danke

Herculestom

Zitatbei fortschreitendem Verschleiß der Bremsbacken den Verdrehweg des Bremsnockens in ursprünglichen Bereichen zu halten.

An einen Verschleißausgleich hatte ich bisher nicht gedacht. Macht aber Sinn, da hierdurch der Verdrehwinkel des Nockens in Grenzen gehalten werden kann. Ich hatte vorher mehr im Auge, dass sich der Nocken an der relativ weichen Bremsbacke über die Zeit eindrückt und man dort nicht mehr die gewünschte glatte Oberfläche hat.
umuntu ngumuntu ngabantu

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