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Autor Thema: Richtig überwintern, aber wie?  (Gelesen 1814 mal)

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Karl

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Richtig überwintern, aber wie?
« am: 01 Mai 2011, 18:39:54 »

Die Tage werden kürzer, der eine oder andere denkt vielleicht schon über das Einmotten vor der kalten Jahreszeit nach. Neben den beschriebenen Maßnahmen im Bordbuch (Batterie, Öl usw.) sollten aber noch zusätzliche Arbeitsschritte durchgeführt werden, damit insbesondere eingedrungenes Wasser den Motorrädern nicht schadet.

Tank:
Wasser hat eine grössere Dichte als Benzin und lagert sich daber bevorzugt in den tiefen Ecken des wertvollen Tanks ab. Ich lasse das Benzin vollkommen ablaufen (es wird nicht wieder verwendet), spüle dann mit Spiritus um das Wasser in den Ecken zu binden, auch wieder ablassen und dann den Tank insbesondere in den Ecken mit Pressluft trocknen. Da der Tank sowieso schon abgebaut ist, lasse ich ihn in einem trockenen Raum ohne Tankdeckel überwintern.

Vergaser:
Sprit ablassen nach Öffnen der Schwimmerkammer und der Schraube unterhalb des Düsenstocks. Achtung: unter dem Schwimmer kann immer noch ein Tropfen Wasser hängen, also Schwimmer raus und trockenlegen.

Werkzeugfach:
Die alten Lumpen und die Schaumstoffeinlage darin sind bestimmt von der letzten Regenfahrt noch nass. Rausnehmen und dann gleich das teure Werkzeug etwas einölen.

Kniekissen:
Dahinter kann sich auch Wasser sammeln.... kommt aber nicht wieder 'raus!

Lampen:
Scheinwerfer und Rücklicht öffnen und trockenföhnen. Vielleicht 'ne gute Gelegenheit, die Anschlüsse mit einer Spur Polfett zu bestreichen. Danach lasse ich sie offen, um in der Winterpause bei Gelegenheit den Reflektor und Streuscheibe zu putzen. Die Dichtungen mit Gummipflege behandeln.

LiMa-Deckel:
Öffnen und Trockenföhnen

Tachometer:
Solch ein empfindliches Meßinstrument verträgt gar kein Wasser. Zum Trocknen eine Birne (keine LED) in die Fassung einsetzen und ein paar Stunden leuchten lassen. Als Stromquelle die ausgebaute Bordbatterie, Ladegerät oder Netzteil benutzen.

Batteriekasten:
Der B. ist oftmals mit Schaum ausgekleidet. Das können richtige Feuchtigkeitsnester sein.

Last but not least

Auspuff:
Bei jedem Kaltstart bildet sich im Inneren des Auspuffs aggressives Kondenswasser, das nur durch die Verbrennungswärme verdunstet werden kann. Deshalb auch den Motor vor dem Einmotten richtig heiß fahren und während der Winterpause den Motor nicht starten (nur mal um zu gucken, ob sie noch läuft...)

Wenn jetzt das Mopped noch einen trockenen Raum überwintert, kann eigentlich nix passieren, oder habe ich 'was vergessen.

Knut

(Eine Abhandlung über das richtige Einmotten von Oldtimern von Knut)



« Letzte Änderung: 25 September 2014, 10:33:34 von Karl »




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Vorsicht! Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie oder Sarkasmus enthalten. Ohne Konservierungsstoffe (lt. Gesetz). Ohne Farbstoffe. Ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe. Deckt 2% des Richtwertes des täglichen Benzintalkbedarfs.

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« am: 01 Mai 2011, 18:39:54 »

 

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