Hinterradfederung: untere Hülse ausbauen
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Autor Thema: Hinterradfederung: untere Hülse ausbauen  (Gelesen 4178 mal)

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Hinterradfederung: untere Hülse ausbauen
« am: 30 April 2011, 19:19:36 »

Der Ausbau der lackierten Hülsen an der Gradwegfederung der R25/x ist auf dem Papier ganz einfach...Hakenschlüssel am Loch in der Hülse ansetzen (genau dort ist auch das untere Ende der Feder), von oben gesehen im Uhrzeigersinn aufschrauben, Hülse abnehmen, fertig...soweit die Theorie.


In der Praxis endet die Feder meist irgendwo unter der Hülse (nur eben nicht am Loch), oben an der Feder anfassen und schrauben funktioniert wegen der (durchaus gewollten) Selbsthemmung nicht...und so bleibt in vielen Fällen nur, die Hülse mit einem Meissel aufzustemmen und dann die Federung mit einer neuen Hülse zusammenzubauen.

Aber es geht auch, ohne die Hülse zu zerstören: Jörgs Vorschlag hierzu ist ebenso einfach wie genial. Die Feder ist "nur" federhart, kann also mit geeignetem Werkzeug durchaus bearbeitet werden.

Man nehme einen Körner (oder einen gehärteten Durchschlag mit Spitze), der durch das Loch durch bis auf die Feder reicht und dort auch noch gekippt werden kann-das Werkzeug muß je nach Hülsendurchmesser ausgewählt werden. Wichtig ist nur, daß die Spitze wirklich spitz ist-es kann während des Ausbaus auch nötig werden, diese nachzuschleifen.

Dann wird der Körner auf die Feder angesetzt und mit ein oder zwei beherzten Schlägen wird ein Punkt in die Feder geschlagen. Nun kann der Körner leicht schräg in Aufschraubrichtung der Feder gehalten werden (die Spitze bleibt im eben gesetzten Loch) und die weiteren Schläge treiben die Feder ein kleines Stück weiter.

Achtung 1: Beim "Federtreiben" aufpassen, daß man die Hülse nicht beschädigt...kleinere Verformungen sind wohl nicht ganz zu vermeiden, aber es sollte kein Langloch entstehen.

Achtung 2: Wenn der Körner nur eine Rinne in die Feder treibt, ist die Spitze stumpf...in diesem Fall muß sie zwingend nachgeschliffen werden, weil sonst nur die Feder beschädigt wird, ohne daß es weiter voran geht.

Nach ein paar Zyklen sollte sich die Hülse von Hand drehen lassen...nun kann man entspannt den Anfang der Feder suchen und mit dem Hakenschlüssel weiterarbeiten...bei meinen Federungen gings dann sogar per Hand problemlos.

Bilder vom angesetzten Werkzeug haben nicht viel Aussagekraft (weil die interessanten Stellen eh verdeckt sind), aber die zerlegten Teile und besonders die Detailaufnahme im zweiten Bild sollten einen guten Einblick in das Vorgehen bieten...

Taz







Fettkappe und Feder am Kardangehäuse lösen?

(Forums-Beitrag von Mekgyver)

Mek: Wenn man das freie Ende der feder links herum herausdrehen will, zieht sich die Feder am Befestigungsende zu, dh sie klemmt stärker fest, .... das soll sie auch, denn es könnte sein, das sie sich dann im Normalbetrieb von alleine löst.

Du bekommst sie nur frei, wenn alles mit Kriechöl geflutet worden ist und wenn dieses serienmäßige Loch in der Verkleidung über dem Federanfang steht. Dann kannst Du entweder einen Schraubendreher durch das Loch an den Federanfang stecken
und dann das Ganze links herum herausdrehen, oder direkt mit einem passenden Werkzeug die Feder vortreiben.

Dann schiebst Du die Feder vom Ende an und sie weitet sich etwas, es sollte klappen.
Kettenspray sollte uns Kardanfreunde auch nicht fremd sein. Grins

Viel Erfolg, mek

Nachträge:

Isetta-Bernd: Leider ist es oft so, daß das Loch in der Hülse nicht über dem Federanfang steht. Anders geht es aber nicht! Notfalls muß die Hülse ein zweites oder drittes Loch bekommen oder aufgetrennt werden. Die Feder kann nämlich derart festkorrodiert sein, daß ihr mit einem Schraubenzieher höchstens ein spöttisches Grinsen abzuringen ist!!! Notwendig ist dann ein 1000 gr Hammer mit einem passenden Dorn. Dann klappts! Bernd.

Meister2101: In manchen Fällen habe ich festsitzende Bauteile mit Wärme (Heißluftgerät) stark erwärmt und anschließend sofort mit Kältespray behandelt. die unterschiedlichen Ausdehnungen der Materialen führten dann nach wiederholter Anwendung oft zum gewünschten Erfolg. Ich gebe zu, diese Prozedur braucht Gedult aber oftmal ist es der Versuch wert, bevor man den grossen Hammer schwingt.

In deinem Falle würde ich die Heißluft von unten in das Führungsrohr blasen und das Kältespay mittels Kanüle an den Sitz der Feder bringen. Kältespay gibt es u.a im Elektronikfachhandel.
« Letzte Änderung: 01 Mai 2011, 12:26:49 von Karl »




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Hinterradfederung: untere Hülse ausbauen
« am: 30 April 2011, 19:19:36 »

Karl

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Hinterradfederung: Ausbau eines Gleitrohres
« Antwort #1 am: 01 Mai 2011, 12:03:53 »

Gleitrohr ausbauen leicht gemacht:

- Abschrauben beider Deckel, oben und unten.
- Um Beschädigungen der oberen 8kant Mutter zu vermeiden ist dieses Standardwerzeug hilfreich:



Es folgt:
- Lösen der oberen Klemmschraube M8, SW 13 oder 14
- Entfernen der unteren Klemmschraube M8, SW 13 oder 14
- Austreiben des Gleitrohres von unten nach oben mit einem Alu/Hartholzdorn D = 23mm

Zum besseren Verständnis - hier das untere Ende des Gleitrohres:



- Die Feder kann dann zusammen mit der Schutzkappe nach unten gedrückt und seitlich ausgeschwenkt werden.
- Alternativ läßt sich auch die Achsaufnahme mit Fettkappe nach dem Entfernen des Gleitrohres seitlich wegdrücken.

Bei festsitzender Gleitrohr-Klemmung kann diese mit einem Schraubenzieher leicht gespreizt werden,
Anwendung von RostShock o.ä. ist sinnvoll.

Viele Grüße,
Thomas (Odeon8)

(Aus einem Thread von Odeon8)
« Letzte Änderung: 25 September 2014, 11:03:51 von Karl »
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Hinterradfederung: Pertinax-Führungsbüchsen und Gleitrohre
« Antwort #2 am: 01 Mai 2011, 12:10:46 »

Pfanni: Wollte die Gabelendstücke in das Gabelrohr schieben und komme nur bis zu den Pertinax-Führungsbüchsen. Vor der Restauration paßte das hundertprozentig, aber jetzt scheint es, als ob sich der Durchmesser dieser Büchsen verringert hätte.

Die Pertinax-Büchsen waren während des Pulverbeschichtens eingebaut, was denen aber angeblich nichts machen würde Kann es sein, daß die ausgetrocknet sind und in irgend etwas wieder eingelegt müssen ?

Emil: ...nach meiner Beurteilung liegst du mit deinem Verdacht "Durchmesser hat sich verkleinert" gar nicht so falsch. Das Pulver wird zwar nur von leitenden, blanken Flächen angezogen aber die Einbrenntemperatur ist zwischen 180° und 240° je nach Pulvertyp. Die Teile bleiben mehrere Stunden (je nach Ofentyp) im Ofen. In Winkeln und Ecken lagert sich gerne zu viel Pulver ab. Pulverbeschichten ist nicht so einfach, man kann allerlei Fehler machen (Orangenhaut usw.) Wir haben Sitze und Passungen jeweils mit Abdeckband abgedeckt. Bohrungen die nicht Abgedeckt wurden, mussten mit eine Reibahle aufgerieben werden. Das dranlassen von Kunststoffteilen, Kabeln und dergleichen muss als eher unfachmännisch bezeichnet werden. (meine Meinung) Es könnte daher durchaus sein, dass sich der Innendurchmesser verändert hat.

Problemstellung:
Ich habe jetzt die alten Buchsen raus (die waren wirklich geschrumpft und passten nicht mehr auf die Gabelendstücke) und Neue gekauft. Diese paßten mit geringem Spiel auf die Gabelendstücke. So weit so gut. Die neuen Buchsen eingebaut (ging nur mit einer guten Portion Kraft) und das Gabelendstück in das Gabelrohr geschoben, paßt nicht, das Gabelendstück sitzt wieder fest und das, obwohl keinerlei Farbe im Gabelrohr drinnen ist.

Was tun? Raus bekomme ich die Gleitbuchsen nicht mehr, den Radius des Gabelendstückes verringern ? Am besten wäre hier wohl eine Drehbank, wenn man die nicht hat, kann ich die wenigen 1/10 mm auch mit Schmirgelpapier herunter bekommen ?

Lösung (Do_It_Yourself):
Habe gerade mit Krümel´s Hilfe (mal wieder "Vielen, vielen Dank" ) Spezialwerkzeug Matra 08/15 erfolgreich eingesetzt: Spezialreibahle für Nachbau-Pertinax-Führungsbuchsen.

Kurzum, wir haben mit dem mit Schmirgelpapier beklebten Besenstiel in den Pertinax-Führungsbuchsen so lange immer ganz wenig Material abgetragen, bis die Gabelenden gerade so in die Gabelbuchsen paßten.

Das Ergebnis: Läuft ohne Spiel, ist aber trotzdem angenehm leichtgäng.



(Forums-Beitrag von Krümel und Pfannen-Meister)
« Letzte Änderung: 25 September 2014, 11:04:39 von Karl »
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Hinterradfederung: Fettkappe fixieren
« Antwort #3 am: 01 Mai 2011, 12:24:22 »

Info im PDF-Format: Link

Anleitung von Volker Ising
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Hinterradfederung: Wenn das Loch NICHT am Federende liegt
« Antwort #4 am: 10 Juli 2012, 15:54:53 »

Wenn die Öffnung NICHT am Federende liegt:
- Schutzrohr mit Waschbenzin oder Spiritus rundum entfetten
- den ganzen Antrieb beschädigungsfrei aber fest in Schraubstock spannen
- Einen ~ 2cm breiten Streifen feines Schmirgelpapier mit der Körnung nach aussen um Schutzrohr legen
- Ölfilterspannband (siehe Bild) um das Rohr mit dem Schmirgelstreifen legen und rechtsrum lösen,
  bzw. soweit drehen, bis Öffnung vor dem Federende liegt, dann mit Hakenschlüssel weiter.
( ja nach Drehsinn der Feder, wie ein Gewinde )
Viel Erfolg,
Sascha
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