Ölpumpe mit Ölfilter?

Begonnen von klaus wg als Gast, 29 Oktober 2008, 11:26:55

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peter63

Es scheint Interesse zu bestehen :D, freut mich und spornt mich an.

@Kevin und Peter, zum einen ist soetwas mein Beruf, zum anderen bin ja auch ich erst durch diese "Basteleien" und das Forum darauf gestossen. Mir macht das "Basteln" auch sehr viel Freude.

@cledrera, der Filter ist in vielen aktuellen Aprillias verbaut und die Tatsache, das er aus der C1 stammt wird den Nachschub dank der BMW-Ersatzteilversorgung für Jahrzehnte sichern.

@Thomas, an Gleitlager denke ich nicht, ausser bei meiner R23 ;D. Ich wollte zuerst eine klassische Zahnradpumpe verwenden, aber als ich die Preise für gehärtete Stirnräder erfahren habe bin ich fast umgekippt. Außerdem bauen diese Eatonpumpen deutlich flacher und haben nur eine Welle. Die Geometrie entstand aus der Forderung, diese Räder fräsen zu können. Dein Außenrad wurde sicherlich geräumt und eine Räumnadel für ein paar Ölpumpen durfte sicher den finanziellen Rahmen sprengen.
Und, Ja, die ist selbst gebaut. Aber wie geschrieben, erst mal nur eine Scheibe und die äußere Form nur zum Erproben von Fördervolumen, Druck, Ansaugvermögen und Abstimmung der Fertigungstoleranzen. Die wird sich jetzt erst mal 100 Stunden mit 3000 U/min durch schmantiges Altöl saugen ;D. Mal sehen, wie sie anschliessend aussieht.
Aus welchem Wekstoff ist den das Gehäuse der R75 Pumpe? Ich vermute aus Grauguss?!

@Rolf, die entgültige Pumpe wird einfach durch Austausch montiert und wird genau wie die Originale angetrieben. Schläuche werden nicht nötig. Die zweite Pumpe saugt mit durch das Ansaugsieb (Original) und hat eine Ausgangsbohrung senkrecht nach unten. Ein Rohr mit O-Ring in der Ölwanne gleitet bei Montage in diese Bohrung. Der Filter mit Gehäuse sitzt in der Ölwanne unter der Schwungscheibe und wird durch eine Bohrung zum senkrechten Rohr verbunden und mit Öl versorgt. Der Filterausgang mündet nach oben in den Ölsumpf. Ein federbelastetes Überdruckventil vor dem Filter verhindert, das der Filter, wenn er zu ist, reisst und eine Überlastung der Ölpumpe. Der primäre Schmierkreislauf arbeitet davon absolut unabhängig.
Mal sehen, ob ich eine Skizze zustande bringe. ::). Die Zeichnungen würden den Rahmen hier sprengen.

Aber bei dem Interesse muß ich wohl mal etwas Gas geben. Aber in 5 Minuten ist soetwas nicht zu schaffen. ;D


LG Peter

peter63


Kompressor_Peter

Hallo Peter,

hier sitzen zwei und drücken für die nächsten 100 Stunden die Daumen.
Sag Bescheid wenn der Testlauf vorüber ist, damit wir weiter schrauben können.

Wir wünschen Dir viel Erfolg bei deinem super Projekt,
Kevin und Peter

Taz

Hallo Peter.

:respekt: , Du scheinst Dir da ein blitzsauberes Konzept überlegt zu haben...unsichtbar und vollständig rückbaubar (bis auf die Ölwanne vielleicht)....einfach Klasse.

Eine Frage am Rande: Steht der Ölpumpenantrieb die zusätzliche Last durch? Nicht, daß Du den Teufel (geringe Laufleistung des Motors durch fehlenden Ölfilter) mit dem Beelzebub (in Form eines überlasteten Ölpumpenantriebs) austreibst...oder haben die Teile in der Dimensionierung so viel Angst drin, daß Du auch mit zwei Pumpen nicht an die Grenze kommst?

Schöne Grüße, Tas
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† odeon8

Zitat von: peter63 am 23 November 2008, 14:17:42
Aus welchem Wekstoff ist den das Gehäuse der R75 Pumpe? Ich vermute aus Grauguss?!

Nein, Peter, ist das ganz normale Motorgehäuse (Alu).
Die Pumpe sitzt direkt auf der Nockenwelle und wird mit dem gezeigten Deckel abgeschlossen.

Thomas
HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

peter63

Hi Tas,
die Zusatzpumpe hat zum einen nur die halbe Förderleistung, zum anderen ist der Antrieb so massiv, das er auch drei Pumpen problemlos bewältigen würde.
Bei 8000 U/min Motordrehzahl und ansprechendem Überdruckventil bei verstopftem Filter und einem Wirkungsgrad von nur 50% benötigt die Pumpe 800 Watt (ca. 2Nm Drehmoment), was der Antrieb problemlos verkraftet.
Im Normalbetrieb liegt die Leistungsaufnahme bei etwa 80 Watt!!
Die Ölwanne werde ich übrigends aus Aluminium neu fertigen. Eine Änderung der Originalen wäre zwar machbar, aber ich will gleichzeitig auch das Ölvolumen konstant halten. D.h. sie wird etwas breiter, nicht höher (vorraussichtlich).

LG Peter

Taz

Hallo Peter.

War mir fast klar, daß Du auch diesen Aspekt schon beleuchtet hattest :respekt:

Das mit der Ölwanne ist einleuchtend...Du ersetzt ja doch jede Menge Ölvolumen durch Pumpen und Filter.

Weiterhin viel Erfolg, Tas
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peter63

Der Fehlerteufel hat sich eingeschlichen, aber positiv. :D
Die oben genannten Leistungen sind durch 4,5 zu teilen. Ich bin fälschlicher weise davon ausgegangen, das die Ölpumpe mit Nockenwellendrehzahl läuft. Nach dem heutigen ersten Testlauf mit 3000 U/min war ich Ölgebadet und dachte, das kann nicht sein. Durch die Untersetzung Nockenwelle/Pumpenwelle läuft die nur mit max.800 U/min. Mit einer Öffnungsbohrung von 4mm und einem gemessenem Drehmoment von 0,2Nm ergibt sich eine Leistungsaufnahme von 17Watt bei 800 U/min und einer Förderleistung von 3,2 L/min. Das ist doch schon recht ordentlich.
Was aufgefallen ist: Die Originalpumpe fing erst an zu Fördern, als erstmalig 400 U/min überschritten wurden. Danach allerdings auch bei 10 U/min.
Die hat wohl doch Probleme mit dem selbstständigem Ansaugen.
So, nun wird sie erst mal 100 Stunden laufen. In der Zeit werde ich mich mal mit der Ölwanne beschäftigen.

LG Peter

kruemel

Hi Peter,

da klingt doch schon erfolgversprechend. Wenn man so wie du die Möglichkeit hat, Teile zufräsen, warum fräst du dir nicht eine neue Ölwanne nach dem vorbild der "tieferen" ölwanne und integrierst den ölfilteranschluss in die geometrie? das wäre in jedem fall erst einmal dicht.

gruß kruemel
Forums "Kernkruemel" ;-)
BMW R24 und Isetta 300

peter63

Hi Krümel,
so ist´s gedacht. ;D
Tiefer mache ich die Ölwanne aber nur, wenn es zu eng für den Filter wird, aber scheint auch so zu gehen. Die Bodenfreiheit lässt auch so schon zu wünschen übrig. Ich will die nur unter dem Flansch etwas ausfräsen, um die Ölmenge konstant zu halten.
Die Ölmenge ist ja aussreichend, wie man im Laufe der Jahrzehnte feststellen konnte.
Die erste Eigenbaupumpe läuft nun schon seit über 50 Stunden im Altöl. Der Druck hat sich noch nicht verringert. Das läst hoffen, zumal die noch Laufräder aus ungehärtetem Stahl hat.
Was ich gerne wüsste: macht eine höhere Pumpenleistung (Fördermenge) Sinn?
Die Originalpumpe fördert übrigends 2000 cm³/min bei 7200 U/min an der Kurbelwelle.

Gruß Peter

kruemel

hi peter,

klasse - wenn zwei idioten die gleiche idee haben, muss ja mindestens einer richtig liegen ;-).

bzgl. höherer pumpleistung und der sinnhaftigkeit:
unsere motoren haben keine Druckumlaufschmierung und keine gleitlager. eine erhöhung des ölumschlags würde wahrscheinlich gerade an der kurbelwelle wenig effekt bringen und allenfals an den kipphebeln sinn machen um bessere wärmeabfuhr zu gewährleisten. bei meiner r24 habe ich auch eine etwas größere pumpe eingebaut, da die ursprüngliche pumpe doch grenzwertig dimensioniert ist.

fazit:
eine änderung der förderleistung analog meines beschrieben falls ist bestimmt sinnvoll. ein vollständiger ersatz um eine wesentlich stärkere pumpe macht wahrscheinlich nur sinn, wenn auf gleitlager umgebaut wird und auch die volumenströme am vorderen lagerdeckel neu aufgeteilt werden, und die schleuderscheibe ersetzt durch eine andere konstruktion ersetzt wird.

gruß, kruemel
Forums "Kernkruemel" ;-)
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† Knut

Zitat von: peter63 am 27 November 2008, 16:13:54

Die Originalpumpe fördert übrigends 2000 cm³/min bei 7200 U/min an der Kurbelwelle.

Gruß Peter

also wird jeder Tropfen alle 45 Sekunden angesogen und durch den Motor gejagt. Ist das linear abhängig von der Drehzahl? Welche Temperatur hatte das Öl bei dieser Fördermenge? Ist da eine Temperaturabhängigkeit?

Hmmmm ?

Knut

cledrera

Zitat:
"Was aufgefallen ist: Die Originalpumpe fing erst an zu Fördern, als erstmalig 400 U/min überschritten wurden. Danach allerdings auch bei 10 U/min."

Frage: Ist das bei allen orschinolen Pumpen so?
Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)
Lieber Einzylinder als zwei Fallschirme (v. mir)

Rütz

Ja. Ich habe das bei meiner Pumpe genauso auch festgestellt.
Ich glaube, daß es zumindest bei Zahnradpumpen in gewissem Maße generell so ist.
Deswegen bauen die Hersteller diese Pumpen, mit konstruktivem Aufwand, so tief ein wie möglich.
Trochoidenpumpen liegen wohl auch schon mal höher.
Von anderen Motoren kenne ich es auch, daß Rückschlagventile in der Ölsteigleitung oder im Filter eingebaut sind, damit die Pumpe nicht jedesmal neu ansaugen muß.

Mehr Öl an den Kipphebeln (sind ja Gleitlager) ist bestimmt nicht schlecht.
Aber wahrscheinlich muß man sich dann auch zusätzlich Gedanken darüber machen, wie es aus dem Kopf wieder zurückkommt.
Es kann ja nur durch die Nuten entlang der Stößel zurück. Das könnte eine Engstelle sein.
Horexfahrer können ein Lied davon singen... hört man...

Gruß Rütz
I never dared to be radical when young.
For fear it would make me conservative when old. (Robert Frost)

guest474

Also so schlecht sind die Zahnradpumpen auch nicht. Zur Erinnerung: Alle Käfermotoren hatten Zahnradpumpen und waren Gleitgelagert. Was wirklich was bringen würde, wäre ein größere Ölwanne oder ein Ölkühler.

Gruss Manfred

Rütz

"Schlecht" hat ja auch keiner behauptet. 400 U/min werden bei laufendem Motor wohl kaum unterschritten.
Gedanken müssen sich nur die bei Minusgraden startenden Einbereichsölfahrer machen... :box2:
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† Knut

Zitat von: Rütz am 27 November 2008, 21:04:11
400 U/min werden bei laufendem Motor wohl kaum unterschritten.


Da muss Peter nur noch sagen, welche Drehzahl er meint.... 400 U/min an der Kurbelwelle oder 400 U/min an der Ölpumpe. Die ist doch reichlich untersetzt (9:1 ?? oder so)

Knut

big-tschenso

Hallo Leute!
Habe auch mal Probiert, einen Zylinderkopf zu überholen. Bin dann aber schlieslich zu der Weisheit gelangt, das es günstiger ist, den Kopf bei Uli machen zu lassen, als alle Teile einzeln zu kaufen und dann selber rumzumachen. Bin ganz zufrieden. Kostet bei Uli 150Euro incl. Teile.

                                                          Gruss Tschenso
Es ist nicht alles was schwarz ist und zwei Räder hat,eine R25.Aber es könnte doch sein.

kruemel

#47
... peter hat beschrieben, wo er misst ;-) vor 11 beiträgen (kw).

meine kritik bestand nicht am prinzip der zahnradpumpe, sondern den dimensionen. ich glaube kaum, dass die gleitgelagerten käfermotoren mit so einer kleinen pumpe unterwegs waren - da hat ja jede modellbootspritze mehr druck ;-)
Forums "Kernkruemel" ;-)
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† odeon8

#48
Zitat von: peter63 am 27 November 2008, 16:13:54
... macht eine höhere Pumpenleistung (Fördermenge) Sinn?

Servus Peter,

macht Sinn.
Sogar viel Sinn, schaust ein mal hier

Bevor ich das 20mm Teil einbaute habe ich es auch 2 Tage getestet - s.u.

Viele Grüße, Thomas
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guest474

Mal ne andere Ölpumpenfrage: Die R27 soll die größte Ölpumpe gehabt haben. Paßt die auch in eine /2 Ölwanne rein?

Gruss Manfred

rolf

In die /2 Ölwanne passen ca. 8 Ölpumpen rein....wenn man höher als der Rand packt ca 27 Stück....
im Ernst...da /2 und 27 diesselben Ölwannen haben...erübrigt sich denn nicht die Frage?
2. Die letzten R27 haben eine größere Ölpumpe...nicht alle!
Rolf

Rütz

@ Manfred:
Die Ölwanne ist nicht das Problem, da die Ölpumpe nach oben baut, sondern der Guß um den Motorhaltebolzen.
Hier und am Pumpengehäuse selber muß man evtl. etwas abfeilen. Ist aber nicht viel und machbar.
Zum Antrieb ist eine andere (kürzere) Welle erforderlich.

Rütz
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guest474

Okay. Hat jemand eine kplt.  R27 Ölpumpe mit 15er Zähnchen und allem Geraffel zu viel rumliegen?

Gruss Manfred

Taz

Hi Manfred.

Zitat von: rolf am 28 November 2008, 09:34:42
...Die letzten R27 haben eine größere Ölpumpe...nicht alle!...
Zitat von: Rütz am 28 November 2008, 11:28:07
...Zum Antrieb ist eine andere (kürzere) Welle erforderlich...

Wie in der Tabelle zu lesen... ;D

Viel Erfolg beim Umbau, Tas
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Rütz

Hi,
gerade im Netz gefunden:
http://www.flickr.com/photos/roundel/3024286113/in/set-72157608951434930/

Sieht aber mehr nach Hauptstrom aus, der durch den Filter ansaugt.... ob das gut geht?

Rütz
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rolf.soler

Zitat von: Manfred250 am 28 November 2008, 14:49:40
Okay. Hat jemand eine kplt.  R27 Ölpumpe mit 15er Zähnchen und allem Geraffel zu viel rumliegen?
Manfred, darf ich fragen: wozu brauchst Du mehr Oel ? wieder am tunen, hmm ?

guest474

Am tunen???? Nööö. Nur besser machen.
Haste ne Ölpumpe wo Du nicht mehr brauchst?

Fällt mir ein: Armin hat doch sone runtergenudelte R27 ;D.
Dem habe ich ja angedroht dass ich vorbeikomme um sein Wehnachtsbier zu probieren.
Hmm. Den dröhn ich zu, und baue seine Ölpumpe ab.
Mal sehen was er schreibt.

Gruss Manfred

isie

Zitat von: Rütz am 28 November 2008, 19:52:31
Hi,
gerade im Netz gefunden:
http://www.flickr.com/photos/roundel/3024286113/in/set-72157608951434930/

Sieht aber mehr nach Hauptstrom aus, der durch den Filter ansaugt.... ob das gut geht?

Rütz

interessante Option - ABER sein Filter ist auf der SAUGseite (= Kavitationsgefahr) und nicht auf der Druckseite (da ist es üblicherweise)

† odeon8

Zitat von: rolf am 28 November 2008, 09:34:42
In die /2 Ölwanne passen ca. 8 Ölpumpen rein....wenn man höher als der Rand packt ca 27 Stück....

:lol:   Thomas   :lol:
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rolf.soler

Manfred, muss dich enttäuschen ich habe eine alte R27 (kleine Oelpumpe). Wenn Du Pech hast, der Armin auch...(wann wurde die vergrössert ?). Aber wenn ihr genug Bier trinkt, merkst Du das erst zu Hause

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