"Nie-wieder-platter-Reifen" - Wundermittel?

Begonnen von Karl, 07 Juni 2008, 12:41:24

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Rütz

ZitatVielleicht wäre die gen. Markierungsmethode was für Dich - um ganz sicher zu sein ?
Ja. Sicher ist sicher.

"Gematched" habe ich diesmal auch, wobei mich die neuen Metzeler ME22 sehr enttäuscht haben. Sie kamen ohne Wuchtpunkt daher, obwohl sie ihn bitter, bitter, bitter nötig gehabt hätten (beide mit ca. 40g Unwucht). Bis man den selbst gefunden hat, muß man den Reifen 3-4x umsetzen. >:(

Rütz
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Rütz


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† Knut

Moin zusammen,

für das Matchen hatte ich mir eine "Dreipunkt-Auflage" gebastelt. Zwei Auflagepunkte aus Holz sehr dicht zusammen und mit einem Anschlag auf einer Seite und der dritte Punkt ausgeführt mit einer Küchenwaage (+/- 5gr) auf der anderen Seite.

Damit habe ich die Unwucht des Rades ohne Reifen alle 20° (jede 2. Speiche) gemessen. Mit ein bisschen Übung bekommt man sehr reproduzierbare Ergebnisse innerhalb der Waagentoleranz hin. Glück gehabt? Nur max. 15gr gefunden

Dasselbe mit dem Reifen incl. Schlauch. Auch hier hatte ich nur ca. 20gr gefunden.

Die "Schwerpunkte" gegenüberliegend montiert und wieder gemessen. An beiden Felgen nicht mehr als 5gr. gefunden. Nochmal Glück gehabt??

Alles wiederum im Zentrierstand geprüft, ob das Rad bevorzugt an einer Stelle zum Stehen kommt. Na ja, recht diffuses Ergebnis. Auf jeden Fall springen die Räder nicht, auch nicht bei hohem Tempo.

@ Rütz: Bedeutet Deine Beteiligung an dem Thema, dass Du Dir wirklich neue Reifen gekauft hast?? ;)

Grüsse aus dem Norden der Republik

Knut

Taz

Hallo Knut.

Das mit dem Matchen wäre doch mal ein schönes Thema für die Tips und Tricks..Thomas hatte dazu auch schon was geschrieben (siehe hier)...was denkst Du?

Schöne Grüße, Tas
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† Knut

HI Tas,

klar doch  ::) (Mist, Mist, Mist....immer ich..... warum kann ich nicht einfach "meine Klappe" halten.....   ;))

Knut

Taz

Hi Knut.

Selber schuld ;D

Im Ernst: Ich kann aus den beiden Beiträgen auch was zusammenschreiben, aber Du müßtest dann halt nochmal drüberlesen...wichtig wär aus meiner Sicht nur, daß die Infos nicht verloren gehen...und dieses Thema ist eben ein kleines, abgerenztes Gebiet, das ohne viel Kenntnis außenrum abzuhandeln ist-damit in meinen Augen eben prädestiniert für die "Tips und Tricks". Im Gegensatz zu "mein Motor geht ab und zu mal aus"... ;)

Schöne Grüße, Tas
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Rütz

Hi Knut,
bei der Beschreibung deiner Vorrichtung stehe ich vorstellungsmäßig irgendwie auf dem Schlauch... :Frage: ...zwei Holzpunkte mit Anschlag? ;D

Ich habe mir einen Wucht- und Zentrierständer gebaut, in dem ich die Radachse wahlweise festklemmen (zum Zentrieren) oder auf vier Kugellagern (zum Wuchten) laufen lassen kann.
Die Räder selbst brachten kaum eine Unwucht mit (<10g). Ein Wuchten nur von Rad und Schlauch, wie Thomas es beschreibt, hat bei mir nicht geklappt: Ob aufgepumpt oder nicht, der Schlauch hatte immer einen leicht größeren DM als die Felge, wodurch er rumeiert und das Ergebnis völlig verfälscht.
Am Hinterrad konnte ich die Unwucht durch Verdrehen des Reifens ebenfalls fast Aussgleichen (10g). Aber das Vorderrad ist zu gut für diese Welt: Völlig wurscht wie Reifen und Rad zueinander stehen: Immer fehlen 40g an der Stelle "59P"... :-\\ ;D

Rütz
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isie

#36
Hallo,

ich mag ja Euern Eifer ungern dämpfen - aber wäre das matchen nicht doch einfacher beim Reifenh - äh -experten ? der bzw. die Wuchmaschine braucht drei Anläufe
1.ter Durchlauf, SollMarkierung an Ventil setzen (oder einfach 180 ° drehen ?)
2. Mantel drehen auf SollMarkierung, 2ter Durchlauf und neue Markierung setzen
3. Mantel auf neue Marlierung drehen, Probedurchlauf , ggf. Wuchtgewicht - et voila.

Beim Autoreifen: 15 Minuten pro Rad.

Aber obacht: Danebenstellen und genau zusehen...

VG I

ch4

Hallo Freunde

Das Talkpulver ist (wie bereits gesagt) ungeeignet als Montage Hilfe. Zwischen Reifen und Schlauch wird es eingebracht, dass der Schlauch nicht im Reifen festklebt. Wenn die Montagehilfe zu gut schmiert, dann kommt es zu Fentilabriss bei einem Reifen mit Schlauch oder die Wuchtung verschiebt sich bei einem tubless-Reifen. Das Verschieben des Reifens zum Felgen ist vorne kaum ein Problem, jedoch hinten. Bei einem Auto mit ordentlich "pflupf" ist es bei uns schon vorgekommen, das nach dem quitschenden losfahren die beiden Antriebsräder gleich neu gewuchtet werden mussten, da sie um mehr als 90Grad auf der Felge verdrehten.
Die Hinterreifen meiner Motorräder wuchte ich nicht, da die Unwucht irelevant im Verältniss zu gefahrenen Tempi und Strassenverhältniss ist!

Gruss aus der Zentralschweiz
Christian h(oby Wuchter)

Rechtschreibefehler sind Absicht. Wer einen Rechtschreibefehler findet, darf ihn behlalten.

rolf.soler

Also wenn ich das zusammenfasse:
- Schlauch sollte möglichst wenig Reibung haben zum Reifen (also eintalken)
- Reifen sollte zum montieren möglichst wenig Reibung haben zur Felge (damits einfacher oder überhaupt geht)
- nachdem Reifen aber mal auf der Felge ist, sollte er möglichst hohe Reibung zur Felge haben, damit er sich nicht dreht

Mit meinem bescheidenen Verstand würde ich also sagen:
- es ist egal was für ein Gleitmittel man zur Montage verwendet. Ob nun Zauberpaste, Abwaschmittel oder Talk, alles setzt die Reibung runter, was die Montage erleichtert, nachher aber das Verdrehen des Reifens begünstigt.
- Wenn der Reifen mal drauf ist, vor dem Pumpen, sollte man die Reifenflanke und das Felgenhorn vom Gleitmittel wieder befreien, also mit feuchtem Lappen und nachher evtl. noch Sprit oder so zwischen Reifenflanke und Felgenhorn rundum fahren, bis dort kein Talk, Zaubertrank oder Seife mehr dran ist.
- gut gepumpte Reifen haben viel mehr Haftreibung an der Felge, also Reifendruck immer mal kontrollieren und nicht zu weit abfallen lassen

Wenn man das macht, ist es schwierig ein Ventil abzureissen

Erhebt jemand Einspruch ?

† Knut

Zitat von: rolf.soler am 24 Juni 2008, 11:06:12


Erhebt jemand Einspruch ?

Hi Rolf,

wie kann man einem "Rolf" widersprechen?

Habe das Reifengleitmittel von Tante Luise nach dem Montieren nur rudimentär mit einem Lappen abgewischt. Der Reifen hat sich bis heute (ca. 3000km) nicht auf der Felge verdreht und ein vorsichtiger Fahrer bin ich nicht gerade  ::)

Spielt das Felgenband nicht auch eine Rolle? Ich habe relativ raues Gewebeband genommen. Da kann der Schlauch gar nicht drauf rutschen und somit das Ventil abreissen.

Knut


arminR27


Spielt das Felgenband nicht auch eine Rolle? Ich habe relativ raues Gewebeband genommen. Da kann der Schlauch gar nicht drauf rutschen und somit das Ventil abreissen.

Knut


[/quote]

Zum Thema Ventil abreissen.
Mein Freund hat früher bei Michelin gearbeitet. Die haben Ihm geraten, die Haltschraube am Ventil nicht zur Motorradfelge hin anzuziehen. Damit hätte der Schlauch ein bißchen Spiel. Er fährt seit gut 20 Jahren so und ich habe dies auch bei meiner R 27 so gemacht. Bisher ohne Probleme.

arminR27
Wer Rechtschreibfehler sucht und findet, darf sie behalten!

† odeon8

HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

ch4

Zitat
Zum Thema Ventil abreissen.
Mein Freund hat früher bei Michelin gearbeitet. Die haben Ihm geraten, die Haltschraube am Ventil nicht zur Motorradfelge hin anzuziehen. Damit hätte der Schlauch ein bißchen Spiel. Er fährt seit gut 20 Jahren so und ich habe dies auch bei meiner R 27 so gemacht. Bisher ohne Probleme.

arminR27

Das mit der Halteschraube hab ich auch immer so gepredigt. Doch einige wollen das immer besser wissen.
Das Felbenband hat (meiner Meinung nach) in erster Linie eine Schutzfunktion. Der Schlauch wird geschützt vor den "leicht" vorstehenden Speichen Schrauben.

Gruss Christian
Rechtschreibefehler sind Absicht. Wer einen Rechtschreibefehler findet, darf ihn behlalten.

Tino

#43
Zitat von: arminR27 am 24 Juni 2008, 12:29:40
...
Damit hätte der Schlauch ein bißchen Spiel.
...

Wie hoch war nochmal die Reißdehnung von Gummi??? Ca. 200%??? 
Da kann das natürlich das entscheidende Quentchen sein bei Gummischläuchen. ;D
Bye Tino
Gott fragte die Steine: "Wollt ihr Starrrahmenfahrer werden?"
Verängstigt antworteten die Steine:"Nein,dafür sind wir nicht hart genug."

Wolfgang

Hey,

lasst die Mutter da schön unten an der Felge wo sie hingehört. Sie verhindert das eindringen von Schmutz welcher den Schlauch schädigen kann.
Wer Angst vor einem abreisen des Ventils hat dem empfehle ich einen Schlauchhalter. Das gibt zwar eine recht schöne Unwucht in eure Reifen aber damit habt ihr dann das rundum Sorglos Paket.

Wolfgang

rolf.soler

Zitat von: Knut am 24 Juni 2008, 11:51:49

wie kann man einem "Rolf" widersprechen?

Ich sehe schon, niemand getraut sich...
Dazu gibts noch weitere Tips gegen Schlauchabriss
Letztlich ist es aber alles ein wenig Theorie und wahrscheinlich doppelt und dreifach genäht, denn alle die ich kenne, die wirklich mal ein Ventil abgerissen haben, sagen sie seien selber schuld gewesen, weil sie den Reifendruck ewig nicht kontrolliert haben...am anderen Rad (mit noch ganzem Schlauch) waren dann so 0,5-1 atü drin. Schläuche verlieren eben immer ein wenig Luft (schätze so 0,1-0,2 bar pro Monat)
Also immer schön Druck kontrollieren + pumpen wenn nötig, wies unsere Grossväter getan haben. Man kann auch den "roten Punkt" am Reifen nach einer Montage und später mal etwas beobachten: bleibt der immer am gleichen Ort der Felge ? Ich geh jetzt gleich raus und mach das. Druck vorgestern kontrolliert, ehrlich.

† odeon8

Zitat von: Wolfgang am 24 Juni 2008, 14:44:23
lasst die Mutter da schön unten an der Felge wo sie hingehört . . .

Ist auch ein Argument.

Das Thema beschäftigt anscheinend die ganze Welt - eine (teilw. lustige)
Diskussion hierüber findet man z.B. hier

oder hier

oder hier (Stichwort Geländeeinsatz)

Thomas  :gewissen:  :-X

HUBRAUMISTDURCHNIXZUERSETZENAUSSERDURCHNOCHMEHRHUBRAUM

arminR27

Zitat von: odeon8 am 24 Juni 2008, 12:37:17
Hi Armin, meinst du so ?

;D  Thomas


Hi Thomas,

genauso wie auf dem Bild.

arminR27
Wer Rechtschreibfehler sucht und findet, darf sie behalten!

Rütz

Tja, gegen die Ventilkappe schrauben soll man sie halt auch nicht. Weil sich durch das Kontern deren Druck auf die Dichtung verringern könnte.
Michelin schreibt eine "Mittelstellung" vor: ;D


Ich hatte mal einen Ventilabriß verursacht durch Korrosion im Felgenbett und der "Leistungsexplosion" einer luftgekühlten Yamaha RD beim Übergang von 8.700 auf 8.000 U/min beim Ampelsprint: Der Chrom und die erste Rostschicht waren am Reifen kleben geblieben, darunter hatte sich das Rad gedreht. Deswegen bin ich da heute so empfindlich.
Luftdruck hatte ich immer penibel kontrolliert, aber es bleibt natürlich ungeklärt, ob nicht 1/2 h vorher durch ein nachher nicht mehr rekonstruierbares Ereingnis (Fremdkörper etc...) doch ein Druckverlust eingetreten war (so oft kontrolliert man nun auch nicht.. ;D).
Danach folgte der in meiner Erinnerung längste Fußmarsch (mit einem ausgewachsen Hinterrad unterm Arm)... hin und zurück... :galgen:


Rütz
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isie

#49
Zitat von: ch4 am 24 Juni 2008, 13:43:01
Das mit der Halteschraube hab ich auch immer so gepredigt. Doch einige wollen das immer besser wissen.
Das Felbenband hat (meiner Meinung nach) in erster Linie eine Schutzfunktion. Der Schlauch wird geschützt vor den "leicht" vorstehenden Speichen Schrauben.

Gruss Christian

* V.-Halteschraube: Das hatten wir doch auch schon einmal.
Mehrheitliche Meinung: die Mutter ist NUR als (Reifen) Montagehilfe gedacht und "Gegen Felge schraub" kann Ventil-Abriss" bewirken.

* Talkum als Montagehilfe Mantel: Im Gegensatz zum Montagemittel von  Reifenhxxx äh - experte (oder auch Seife, Pril usw) kann Talkum (Magnesiumsilikat) nicht "trocknen" (= der Reifen sich nicht setzen). Das ist schon ein Nachteil von T.

Vg I 

rolf.soler

Zitat von: Rütz am 24 Juni 2008, 19:49:49
Ich hatte mal einen Ventilabriß verursacht durch Korrosion im Felgenbett und der "Leistungsexplosion" einer luftgekühlten Yamaha RD beim Übergang von 8.700 auf 8.000 U/min beim Ampelsprint: Der Chrom und die erste Rostschicht waren am Reifen kleben geblieben, darunter hatte sich das Rad gedreht.
siehst du, da muss ich mir mit nichtverchromten Alufelgen und max. 7500 rpm ja keine Sorgen machen

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