Bremsbelag ....wann ist er zu dünn? login
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Autor Thema: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?  (Gelesen 1745 mal)

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Juwo

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #30 am: 12 September 2017, 13:44:48 »

bevor ihr völlig in die Asbestdiskussion abzweigt, nochmal zum Thema nachgefragt:

Bernd schrieb: wenn der Belag deutlich unter 4 mm hat wechseln,  was ist deutlich unter 4mm ?  3,9 ? 1,5 ...?
wenn die Nietenköpfe plan mit dem Belag sind ist Wechselzeit, richtig oder falsch ? oder ist es eh wurscht, wenn einzelne Nieten mitschleifen ?

bin jetzt beruflich auswärts, aber ich wird mal am Wochenende in die Garage messen gehen.

lg
Wolfgang
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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #30 am: 12 September 2017, 13:44:48 »

berndr253

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #31 am: 12 September 2017, 14:00:20 »

Was deutlich unter 4 mm ist? Na zum Beispiel 3,5 mm. Wenn die Nieten auf dem Bremsring schleifen ist meiner Meinung nach der Belag schon mehr als runter.
Ich geh bei der Prüfung der Bremsen immer so vor, dass ich den Bremszug aushänge oder das Bremsgestänge löse und dann mit der Hand den Hebel betätige bis Widerstand zu spüren ist - die Beläge also an der Trommel anliegen.
Ist der Weg des Hebel am unteren Ende mehr als 15 bis 20 mm sind für mich die Beläge fällig.

Der Grund ist einfach - je weiter der Bremsschlüssel schon im Ausgangszustand "vorverstellt" ist umso höher die notwendige Kraft die man braucht die Backen auseinander zu drücken.

In meine R50/5 hab ich gestern neue Bremsbeläge montiert (Hinterrad). Das Rad dreht frei - wenn ich den Bremshebel um 5 mm nach vorne schiebe liegen die Backen an.

Bernd
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Heiko

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #32 am: 12 September 2017, 14:05:29 »

Hi,

mein Einwand bezüglich der Nieten damals bezog sich darauf, dass man nicht weiß wie tief die Bohrungen für die Nieten ursprünglich gesenkt waren. Deshalb fand und finde ich es kritisch sich nur darauf zu beziehen. Wenn die Nieten natürlich schleifen ist es höchste Zeit zu wechseln. Ich habe meine Beläge bisher nur wechseln müssen weil sie entweder verglast oder gebrochen waren. Abgefahren habe ich sie noch nie.... okay, Bremse ja auch sehr wenig.  ;D.... oder bei jeder größeren Revision vorsorglich.


Heiko
« Letzte Änderung: 12 September 2017, 14:07:11 von Heiko »
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Man muss auch mal die Schuld bei anderen suchen!

Schorsch

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #33 am: 12 September 2017, 14:49:37 »

Meine Meinung zu den Belägen:

Wenn ich der Meinung bin, oder auch nur im Zweifel darüber, kommen neue Beläge auf die Backen.
Ich finde, Bremsen, gute Reifen und Klamotten sind das Einzige, was uns vor schweren Unfallfolgen schützt.
Neue Beläge kosten nicht die Welt, sorgfältiges Einbauen und evtl. Schleifen, damit sie überall tragen, ist zwar ne doofe Kuliarbeit, aber es lohnt sich.
Bei einer Notbremsung zählt jeder Meter.

Von daher, mach neu, besser ist das!

Schorsch
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Manfred250

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #34 am: 12 September 2017, 15:15:52 »

Zitat
Ich finde, Bremsen, gute Reifen und Klamotten sind das Einzige, was uns vor schweren Unfallfolgen schützt

Und Reifenluftdrucksensoren

Manfred
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berndr253

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #35 am: 12 September 2017, 16:48:52 »

Sind doch immer dabei - auf dem Fahrersattel!

Bernd
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Schorsch

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #36 am: 12 September 2017, 17:15:58 »

Aber,

REBI kannte ich auch nicht.

Daher also die Weisheit

In dubio pro Rebi😊

Schorsch
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Manfred250

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #37 am: 12 September 2017, 17:21:01 »

Der Grundsatz „In dubio pro duriore“ (lateinisch für: „Im Zweifel für das Härtere“
gilt nicht für unsere Bremstrommeln. Denn wenn zu hart, nix mehr mit Bremsen
Manfred
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professor buxus

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #38 am: 12 September 2017, 17:28:51 »

OK - dann eben weiche Bremstrommeln!   :)

Gruß Buxus
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cledrera

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #39 am: 12 September 2017, 19:41:03 »

Anker werfen?
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Du bist im Recht; nun sieh zu, wie du da wieder heraus kommst. (v. Chamisso)

Anulu

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #40 am: 12 September 2017, 21:30:57 »

Mehr Hubraum + mehr Verdichtung = bessere Motorbremse

Und den Rest macht die Reibung.....
 


Gruß Manuel
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Gruß Manuel

Schorsch

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #41 am: 12 September 2017, 21:45:32 »

Ja, aber
kann man so rechnen?

Mehr Hubraum, mehr Verdichtung, mehr PS ist auch höhere Geschwindigkeit,
die wiederum ist schwerer auf 0 zu bekommen.

Schorsch
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Stefan

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #42 am: 12 September 2017, 21:56:07 »

Der Grund ist einfach - je weiter der Bremsschlüssel schon im Ausgangszustand "vorverstellt" ist umso höher die notwendige Kraft die man braucht die Backen auseinander zu drücken.

Nöö, andersrum. Die Kraft zum Rückstellen wird dann größer und irgendwann lösen sich die Backen gar nicht mehr.

Gibts zur Mindestdicke keine Angabe von BMW?

Gruß
Stefan
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Schorsch

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #43 am: 12 September 2017, 22:01:26 »

Gibt es,

im WHB Seite 16, Bremsbelag 35 mm breit, 4 mm dick.

Gruß
Schorsch

Ach! Mindestdicke, !!, nee da steht nix

Da steht:" .... sollten in Kürze die Kupfernieten zum Tragen kommen, dann neue Beläge aufnieten."
« Letzte Änderung: 12 September 2017, 22:13:17 von Schorsch »
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professor buxus

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #44 am: 12 September 2017, 22:07:19 »

Ich dachte immer das es so ist:
Solange der Bremsnocken "nur" die Backen auseinanderdrückt ist es ok!
Wenn der Betätigungsweg des Hebels dann (sagen wir mal) 30 Grad oder mehr wird, dann drückt er nicht nur sondern er gleitet auch
an der Bremsbacke. Und dies schluckt dann einen Teil der aufgewendeten Kraft.

Die Hebel lassen sich übrigens erstaunlich weit drehen bevor sie klemmen.
Bei meiner Nimbus sind es fast 45 Grad und der Hebel denkt in keinster Weise ans Klemmen. (Klar ist da Handlungsbedarf, wird ein Projekt für den Winter)

Gruß Buxus
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mekgyver

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #45 am: 12 September 2017, 22:12:47 »

Zurück zur Ausgangsfrage : wann ist der Belag zu dünn ?
Da sage ich , wenn die Nieten erreicht sind, ganz traditionell.

Jetzt haben wir 60 Jahre altes Material, das schon öfter gebremst hat.
Der Trommeldurchmesser ist bestimmt größer geworden, da werden dickere Beläge notwendig.
Aus dem einfachen Grund :
1. Der Bremsschlüssel darf nur wenig ausgelenkt werden, damit er nicht frisst, bzw nicht schnell genug zurückgeführt werden kann.

2. Dann muss der Bremshebel, im Bremsvorgang möglichst 90° zum Zugseil haben, damit die Hebelwirkung optimal ist.
3. Der Zug muss leichtgängig in der Hülle sein, also ölen, nicht fetten.
4. Handkraft trainieren  ;D

Gruß mek  :bike:
« Letzte Änderung: 12 September 2017, 22:19:22 von mekgyver »
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Ich bedanke mich bei all denen, die zum Thema nichts beizutragen hatten und geschwiegen haben.

4Taktix

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #46 am: 12 September 2017, 22:13:41 »

Ist der Weg des Hebel am unteren Ende mehr als 15 bis 20 mm sind für mich die Beläge fällig.
Wenn die Beläge noch "gut" sind, aber der Hebelweg trotzdem (z.B. durch verschlissene = "größere" Trommel) sehr groß ist,
kann man u.U. auch die Nockenbahnen der Bremsbacken mit z.B. 3 mm Stahlblech auffüttern.
Dies war früher gängige Praxis - vor allem dann, wenn der Bremsnocken sich schon eine Mulde in die Nockenbahnen gearbeitet hatte.
Dies kann dazu führen, dass eine sehr kräftig betätigte Bremse nicht mehr löst, weil der Bremsnocken in den Mulden quasi "einrastet".
Das Blech wird an beiden Seiten umgeschlagen, so dass es formschlüssig stramm über der Nockenbahn sitzt.
Steht irgendwo im Hertweck, glaub' ich.  Habe ich selber schon mal für eine Scheiss Cross-Maico-Magnesium-Halbnabe so gemacht,
da gab's zu der Zeit nix zu kaufen. Ging.
Gruß,
Sascha L(ow Budget Engineering)

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #47 am: 12 September 2017, 22:21:28 »

Hab bei Rebi dickere Beläge aufkleben lassen - damit kann man einen Bremsring mit grenzwertigem Durchmesser auch kompensieren. Ich denke, dass andere Bearbeiter das auch können.

Bernd
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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #48 am: 12 September 2017, 22:22:10 »

Wenn der Betätigungsweg des Hebels dann (sagen wir mal) 30 Grad oder mehr wird, dann drückt er nicht nur sondern er gleitet auch
an der Bremsbacke. Und dies schluckt dann einen Teil der aufgewendeten Kraft.
Einerseits richtig, anderseits ist der Wirkhebel umso kürzer, je weiter der Bremsnocken (Doppelnocken) schon gedreht ist, wenn die Beläge greifen.
Anders ausgedrückt entsteht dann, bei gleicher Handhebelkraft eine gößere Kraft am Bremsnocken.
Allerdings erkauft mit geringerer Rückstellkraft und damit der Gefahr, dass die Bremse nicht mehr löst.
Alternativ könnte man den Bremsnocken auch schmaler machen, ergibt ebenfalls kürzeren Wirkhebel und mehr Druck auf die Backen, bei gleicher Handkraft.
Dann muss aber alles andere sehr präzise sein, damit das praxistauglich ist. (Trommel exakt zylindrisch, keine Riefen, kein Spiel in der Bremsnockenführung usw.)
Und man braucht hier ebenfalls eine Lösung für die geringere Rückstellkraft!
Gruß,
Sascha
« Letzte Änderung: 12 September 2017, 22:23:54 von 4Taktix »
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Anulu

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #49 am: 12 September 2017, 22:49:27 »

Wenn die Beläge noch "gut" sind, aber der Hebelweg trotzdem (z.B. durch verschlissene = "größere" Trommel) sehr groß ist,
kann man u.U. auch die Nockenbahnen der Bremsbacken mit z.B. 3 mm Stahlblech auffüttern.
Dies war früher gängige Praxis - vor allem dann, wenn der Bremsnocken sich schon eine Mulde in die Nockenbahnen gearbeitet hatte.
Dies kann dazu führen, dass eine sehr kräftig betätigte Bremse nicht mehr löst, weil der Bremsnocken in den Mulden quasi "einrastet".
Das Blech wird an beiden Seiten umgeschlagen, so dass es formschlüssig stramm über der Nockenbahn sitzt.
Steht irgendwo im Hertweck, glaub' ich.  Habe ich selber schon mal für eine Scheiss Cross-Maico-Magnesium-Halbnabe so gemacht,
da gab's zu der Zeit nix zu kaufen. Ging.
Gruß,
Sascha L(ow Budget Engineering)


War/ist bei den DDR Kisten noch gängige Praxis:

https://www.ebay.de/itm/121997325383


Und was den alten Hertweck angeht ( den ich grade jetzt in Sachen Vergaser studiere):




( mal eben umgeblättert )

Gruß Manuel


Ps: verstößt das abfotografieren jetzt auch gegen ein Copyright????
Ich bin verunsichert.
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Gruß Manuel

Karl

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Re: Bremsbelag ....wann ist er zu dünn?
« Antwort #50 am: 13 September 2017, 08:36:43 »

Ich VERMUTE dass das abfotografieren eines Teils einer Seite/Werkes als "Zitat" verstanden werden kann. Im Zweifel im Text lieber dazu schreiben wo du es gefunden hast (zB Hertweck/Soundsoverlag/Seite 0815)
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