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Autor Thema: Vorkrieg und bleifrei!  (Gelesen 1462 mal)

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BamBam

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Vorkrieg und bleifrei!
« am: 04 Juli 2013, 04:18:39 »

Über das Thema bleifrei Benzin und Bleizusätze gabt es bestimmt schon zig Diskussionen.
Meines Wissensstandes vertragen die üblichen Verdächtigen hier (Nachkriegseintöpfe) ohne weiteres Bleifrei - korregiert mich falls ich da falsch liege.

Knackpunkt sind die Ventilsitze und die Ventile selbst die durch Bleizusätze im Benzin schonender arbeiten.
Es geht mir hier ausschließlich um Vorkriegseintöpfe und Boxermotoren - original Köpfe und Nachbauköpfe.

Bei Nachbauköpfen ist anzunehmen das diese bleifrei Benzin abkönnen, doch wie sieht es bei den original Köpfen aus?
Ist der teuere Zusatz notwendig oder rausgeworfenes Geld? Drohen Risse zur Kerzenbohrung oder haben die mit dem Sprit gar nichts zu tun? Abgerissene Ventile und Supergau? Was denkt ihr darüber?

http://www.autobild.de/artikel/zusatz-additive-40917.html
Zitat von: Bild
Redzanowski vertritt wie viele Motorentechniker die These, dass die gusseisernen Zylinderköpfe sich zu Zeiten des Bleibenzins praktisch damit voll gesogen haben und davon noch Jahrzehnte zehren können.
Gut - ist wohl für Autos gedacht, aber wie soll das Ventilsitze und Ventile beeinflussen?
Zitat von: Bild
Kommt dabei heraus, dass sich das Ventilspiel beständig verringert, mag der Motor definitiv kein Bleifrei.
Blick ich gerade nicht - weil sich das Ventil längt und kurz vorm Abreisen ist?
Zitat von: Bild
Nur Oldie-Renner brauchen Blei-Zusatz
Kopfgesteuerte Sportboxer oder alle die ihr Gerät auch mal etwas schneller um die Ecken bewegen?
Zitat von: Bild
Schade ist nur, dass viele selbst ernannte Experten in Internetforen
Deren Meinung schätze ich jedenfalls mehr als die von Bildreportern die das Wort Oldtimer im Duden nachschlagen müssen.

Wie gesagt es geht mir um das alte Vorkriegseisen, Meinungen und Nachweise/Beweise.
« Letzte Änderung: 04 Juli 2013, 04:21:08 von BamBam »
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BMW Einzylinder-Forum

Vorkrieg und bleifrei!
« am: 04 Juli 2013, 04:18:39 »

Heiko

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Re: Vorkrieg und bleifrei!
« Antwort #1 am: 04 Juli 2013, 06:25:59 »

Moin,

bis 1936 war Tetraethylblei in Deutschland nicht in ausreichenden Mengen verfügbar. Erst in diesem Zeitraum gelang es der I.G Farben einen Lizenzvertrag mit der amerikanischen Standart Oil für die Produktion von Tetraethylblei zu schließen. Das bedeutet im Umkehrschluss, daß auch deutsche Vorkriegsmaschinen kein Blei brauchen. Außerdem wurde das Blei nicht zur Schonung der Ventile eingesetzt, sondern nur um die Klopffestigkeit zu erhöhen.

Alle von dir kritisch aufgeführten Bild-Zitate (bis auf das letzte) sind Unsinn meiner Meinung nach... da wird dem deutschen nicht denkenden Otto-Normalverbraucher mal wieder die Meinung in den Mund gelegt.

Mal ernsthaft, wie soll Blei in fast Gasform die Ventilsitze schützen? (Jetzt bin ich mal gespannt!  ;D) Dann lieber Oben-Öl oder auf bleifrei umgebaute Vergaser.  ;D

Okay, ich muß zugeben, anfangs, vor gefühlten 20 Jahren, habe ich auch Bleiersatz reingekippt ohne nachzudenken, aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben.  ;)

Ich fahre in allen meinen Fahrzeugen seit Jahren Bleifrei ohne Zusätze und habe keine Probleme.


Heiko

« Letzte Änderung: 04 Juli 2013, 06:36:59 von Heiko »
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Re: Vorkrieg und bleifrei!
« Antwort #2 am: 04 Juli 2013, 06:31:10 »

Hallo zusammen
ich fahre meine R23 mit bleifreiem Benzin ohne Probleme.
In dem Bleiersatz ist eh kein Blei, was soll das dann den Ventilsitzen nützen?
//BR
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rolf

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Re: Vorkrieg und bleifrei!
« Antwort #3 am: 04 Juli 2013, 10:46:27 »

Na...das steht doch oben...ist wie in der alternativ Medizin....der Kopf erinnert sich das er mal Blei bekommen hat ;D

Bam², die Ventile werden nicht länger....die Sitze schlagen sich ein...dadurch kommt das Ventil weiter nach oben.

Ich nehme kein Zusatz...seit es Bleifrei gibt....am Anfang habe ich noch übervorsichtig alle naselang das Spiel überprüft....war unnötig (bis auf die 1500km lt. FHB ;D...und selbst da: alles normal!)
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Re: Vorkrieg und bleifrei!
« Antwort #4 am: 04 Juli 2013, 11:02:18 »

Zitat
Zitat von: Bild
Kommt dabei heraus, dass sich das Ventilspiel beständig verringert, mag der Motor definitiv kein Bleifrei.
Blick ich gerade nicht - weil sich das Ventil längt und kurz vorm Abreisen ist?

...weil sich das Ventil in den Sitz einarbeitet. So zumindest die Theorie.

Tetraethylblei als Klopffestiger gibt es zwar seit ~1936 wie Heiko schon schrieb, aber in so nennenswerter Menge, daß es im Brennraum ausgeprägte "mennigefarbene" Bleioxidschichten ausbildete, war es m.E. nur in den 70er Jahren im Benzin.
Als das Super 98 Oktan hatte, ganz allein durch Tetraethylblei.

Dieses Bleioxid (durch die unvermeidliche Rußbeimischung meist halt "rehbraun" statt orange) hatte wohl in gewissem Maße ähnliche Effekte wie heutige Keramikbechichtungen (z.B. Titanoxid) und dadurch den Verschleiß an Ventil und Ventilsitz gemindert.


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Re: Vorkrieg und bleifrei!
« Antwort #5 am: 04 Juli 2013, 11:54:14 »

Ich fahre in allen meinen Fahrzeugen seit Jahren Bleifrei ohne Zusätze und habe keine Probleme.
ich auch....fast.....der Landrover V8-Motor ist aus der Bleiära und kriegt Zusatz
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Suse74

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Re: Vorkrieg und bleifrei!
« Antwort #6 am: 05 Juli 2013, 07:03:35 »

... meistens wenn ich tanke habe ich die Flasche mit dem Zusatz nicht dabei ... also kommt das nur bei jeder 3 - 4 Tankfüllung dazu ... das wird jetzt bei Lotte (R25/2) seit ca. 20 Jahren so gemacht, ohne Probleme ... bei der R2 wurden bei der Motorüberholung die Ventilsitze auf bleifrei umgerüstet, davor haben wir das auch nur bei jeder 3 - 4 Tankfüllung zugegeben und hatten keine Probleme.

ob man den Zusatz jetzt dazugeben muss kann ich nicht sagen ...

Susanne
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rolf

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Re: Vorkrieg und bleifrei!
« Antwort #7 am: 05 Juli 2013, 09:49:39 »

Probleme macht das nicht....kostet nur Geld.
interessant wäre zu wissen welche Ventilsitze die R2 vorher hatte.....wären sie nicht bleifrei tauglich wäre sie spätestens 1936 auf dem Schrott gelandet ;D
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Re: Vorkrieg und bleifrei!
« Antwort #8 am: 05 Juli 2013, 18:03:18 »

Probleme macht das nicht....kostet nur Geld.
interessant wäre zu wissen welche Ventilsitze die R2 vorher hatte.....wären sie nicht bleifrei tauglich wäre sie spätestens 1936 auf dem Schrott gelandet ;D

interessant wäre zu wissen welche Lebensdauer BMW bei den Ventilsitzen der R2 damals erwartete.....wäre sie wie bei den modernen R1200schlagmichtot wären sie spätestens 1936 auf dem Schrott gelandet ;D
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Re: Vorkrieg und bleifrei!
« Antwort #9 am: 05 Juli 2013, 20:24:24 »

Asche auf mein Haupt .... da hab ich mich wohl gründlich vertan ... die R2 braucht das ja gar nicht, früher gabs ja kein Blei im Benzin  :) hatte da nochmal ein längeres Gespräch mit meinem Vater der mich da sehr umfassend aufgeklärt hat sarum und wieso (irgendwas mit Klopffestigkeit ????) ...

Suse
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